Bei der BVG gibt es laut der Gewerkschaft Verdi dringenden Nachholbedarf bei den Arbeitsbedingungen. Bundesweit würden die Berliner Verkehrsbetriebe das Schlusslicht beim Einstiegsgehalt für Fahrer bilden. Für 48 Stunden gingen die Mitarbeiter der BVG deshalb in den Streik.
Vom 20. bis 21. Februar standen die gelben U-Bahnen, Trams und Busse still. Am 26. Februar geht es nun in die nächste Verhandlungsrunde zwischen Verdi und den Berliner Verkehrsbetrieben. Ist der nächste Streik schon in Sicht?
BVG-Mitarbeiter bereit „zum Äußersten zu gehen“
Die Verhandlungen zwischen Verdi und der BVG im Streit um höhere Löhne für die rund 16.000 Beschäftigten gehen weiter. Verhandlungsführer Jeremy Arndt zeigt sich wenig zuversichtlich. „Es würde uns wundern, wenn der BVG das tatsächlich jetzt schon gelingen würde. Entsprechende Signale haben wir zumindest bislang nicht vernommen“, sagte er am Montag der „Berliner Zeitung“.
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Am Morgen des 26. Februar treffen sich die beiden Konflikt-Parteien im BVG-Hauptsitz in der Holzmarktstraße (Mitte). Sieben Stunden haben die Verhandlungsführer dieses Mal eingeplant und damit mehr als in den letzten Runden. Im Anschluss kommt die Verdi-Tarifkommission zusammen, um die Meinungen der Beschäftigten zu den Ergebnissen einzuholen. „Dann werden wir sehen, wie es in diesem Tarifstreit weitergeht“, erklärte Arndt. Gibt es keine Einigung, könnten schwere Zeiten auf die Fahrgäste zukommen. „Ich kann nur sagen, dass die Streikbereitschaft unverändert hoch ist. Viele BVG-Mitarbeiter sind bereit und dazu entschlossen, zum Äußersten zu gehen und unbefristet zu streiken.“
Schlechte Nachricht für Fahrgäste: Unbefristeter Streik in Sicht
Die Verhandlungen zwischen Verdi und der BVG hatten bereits im Januar begonnen. Neben höheren Löhnen von 750 Euro pro Monat fordert Verdi auch deutliche Steigerungen bei den Zulagen. Für die Verkehrsbetriebe wären das Mehrkosten in Höhe von 250 Millionen Euro jährlich.
Die BVG bietet aktuell an, die Gehälter der Beschäftigten rückwirkend zum 1. Januar 2025 um 225 Euro pro Monat zu erhöhen. Bis 2028 soll das Monatsgehalt dann jeweils um 2,5 Prozent steigen. Zudem werden die Wechselschicht- und Fahrerzulage auf jeweils 200 Euro monatlich angehoben. Verdi ist das zu wenig.
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Kommt es in der fünften Verhandlungsrunde bis zum Ende des 40-tägigen Ultimatums am 21. März zu keiner Einigung, werde es laut Verdi eine Urabstimmung unter den Beschäftigten geben. Dann droht ein unbefristeter Streik.