Für Touristen und Berliner allen Alters hat die Hauptstadt unzählige Attraktionen zu bieten. Ob Adrenalinjunkie, Partymaus, Kultur- oder Naturfan – für alle ist etwas dabei.
Neben dem Zoo und Tierpark Berlin ist auch der Botanische Garten in Steglitz-Zehlendorf einer der Besuchermagnete für kleine und große Entdecker. Doch wer in Zukunft den Park besuchen möchte, muss ordentlich blechen. Aber damit nicht genug. Steht dem Park das Aus bevor?
Berlin: Botanischer Garten geht einen „notwendigen Schritt“
Besonders im Frühling und im Sommer ist der botanische Garten mit seinen knapp 20.000 Pflanzenarten ein beliebtes Ausflugsziel bei vielen Berlinern. Doch einige von ihnen können sich dieses Vergnügen bald vielleicht nicht mehr leisten. Der Park muss jetzt die Preise anziehen. Auch er ist von den drastischen Sparmaßnahmen des Berliner Senats betroffen.
„Wir haben in den zurückliegenden Jahren wirklich mehr als sparsam gewirtschaftet. Aber irgendwann geht es einfach nicht mehr“, stellt Thomas Borsch, Direktor des Botanischen Gartens Berlin, gegenüber der „BZ“ klar.
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Wie der Senat erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben hatte, wird er die Sanierung des 122 Jahre alten Mittelmeer-Gewächshauses nicht übernehmen. Um die Mehrkosten in Höhe von 26 Millionen Euro zu stemmen, zieht der Botanische Garten schon ab dem 15. März die Preise an. „Der Schritt ist notwendig, um den Botanischen Garten mit seinen fünfzehn historischen Gewächshäusern für die Berliner und Touristen aus aller Welt weiter offenzuhalten“, erklärt Borsch.
Eintrittspreise deutlich teurer
Für Erwachsene kostet der Eintritt dann 10 statt 6 Euro, ermäßigt sind es 5 statt der ursprünglichen 3 Euro. Doch auch einige Preisanpassungen nach unten gibt es dann. So wird die Jahreskarte künftig 30 statt 50 Euro kosten. Auch können Kinder bis zum 14. Lebensjahr (statt bis zum 6.) den Park kostenfrei besuchen.
Den Naturbildungs- und Forschungsstandort treffen die Kürzungen in einer Periode der Umstrukturierung und Neuaufstellung besonders hart. „In dieser Phase des Aufbaus treffen uns die Sparmaßnahmen des Senats derart, dass wir uns fragen müssen, wie wir in Zukunft unsere Angebote für die Stadt leisten können“, macht Borsch deutlich.
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Bereits jetzt musste der Betrieb des Gartens wegen Personalmangels stark eingeschränkt werden. Sollte die Förderung ganz wegbrechen, sind auch weitere Workshops und Angebote für zum Beispiel Schulklassen in Gefahr.