Bald beginnt für viele Muslime wieder der Ramadan. Der genaue Zeitraum steht noch nicht fest, wird allerdings vermutlich am 28. oder 29. Februar beginnen. In der Regel fasten Muslime 28 oder 29 Tage von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Essen, trinken, rauchen und Co. sind in der Zwischenzeit ein absolutes No-Go.
Das Fasten ist ein göttliches Gebot und soll die Hingabe zu Allah (Gott) verdeutlichen. Trotzdem fasten nicht alle Muslime.
Ramadan 2025: Deshalb fasten nicht alle Muslime
Mathias Rohe, Rechts- und Islamwissenschaftler an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen, erklärt gegenüber „Fokus“: Alleine aus beruflichen Gründen brechen viele Muslime das Fasten.
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In Regionen, wo überwiegend nicht muslimische Menschen leben, sei die Enthaltung nicht so einfach. Es gibt aber auch noch zahlreiche andere Gründe, weshalb Muslime nicht fasten.
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Fasten: Diese Muslime sind von der Pflicht befreit
Das Fasten ist nur für Muslime vorgeschrieben, die gesundheitlich dazu in der Lage sind, heißt es auf der Website „islam.de“. Kranke, Altersschwache, Schwangere, stillende Mütter, Frauen in der Menstruation und ähnliche Personen sind also von der Pflicht befreit.
Diejenigen, bei denen sich die Situation in absehbarer Zeit nicht bessert (beispielsweise aufgrund einer chronischen Krankheit) sollen für jeden versäumten Fastentag einen Bedürftigen speisen. Alle anderen können das Fasten zu gegebenem Zeitpunkt einfach nachholen.
Ramadan 2025: Das gilt für muslimische Kinder
Gefastet wird in der Regel nach Eintritt der Pubertät. Kinder, die sie noch nicht erreicht haben, müssen nicht fasten. Sie werden nach Angaben von „islam.de“ allerdings ermutigt, es trotzdem so viele Tage zu machen, wie sie können.
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Der Grund: Dadurch können sie sich schonmal auf das Fasten gewöhnen und bekommen ein Gespür für den Ablauf.