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BVG: Ankündigung lässt aufhorchen – kommt es jetzt richtig dicke?

Bei dieser Ankündigung hörten diese Woche alle ganz genau hin. Es geht um die BVG und ein mögliches gewaltiges Problem.

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BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Die BVG ist dringend auf neue U-Bahnen angewiesen. Viele der Fahrzeuge, die aktuell noch durch die Hauptstadt rollen, sind schon viele Jahre alt und haben ihre Wehwehchen. Und die sind teils so schwerwiegend, dass man bereits Takte deswegen ausdünnen musste.

Es sind dringend neue Bahnen notwendig, doch dass es die tatsächlich geben wird, daran könnte es nach einer Ankündigung viele Zweifel geben. Stehen die Verkehrsbetriebe vor einem gewaltigen Problem?

BVG: Zugbauer hat zu kämpfen

Vor sechs Jahren unterzeichnete die BVG einen Rahmenvertrag mit dem Zugbauer Stadler. Dabei ging es um bis zu 1.500 neue U-Bahnwagen, wie der Tagesspiegel berichtet. Bislang bestellten die Verkehrsbetriebe 484 Wagen, weitere dürften folgen. Die Mindestabnahme liegt bei 606 – und der Bedarf ist groß.

Doch wie viele Wagen am Ende tatsächlich ausgeliefert werden, über die 19 hinaus, die die BVG schon erhalten hat, scheint derzeit durchaus fraglich. Um den Zugbauer ist es wohl nicht gut bestellt. In einer Betriebsversammlung wurden mögliche Sparmaßnahmen und sogar Teilwerkschließungen in Betracht gezogen. Dem Unternehmen machen die Folgen der Pandemie noch immer zu schaffen, und auch der Krieg in der Ukraine und die dadurch explodierenden Preise für Energie und Material sorgen für Schwierigkeiten.

Geschäftsführer und Verkehrssenatorin sehen Auslieferung nicht gefährdet

Muss die BVG jetzt umplanen und die Fahrgäste sich auf weitere Einschränkungen gefasst machen? Jörg Nuttelmann, Geschäftsführer am Stadler-Standort Berlin, sieht dafür keinen Grund. „Die Maßnahmen haben keine Auswirkungen auf laufende und zukünftige Projekte“, erklärte er laut Tagesspiegel. Auch Verkehrssenatorin Ute Bonde glaubt nicht, dass die neuen U-Bahnen auf der Kippe stehen: „Wir haben aktuell keine Anhaltspunkte dafür, dass die Waggons nicht kommen.“

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Was allerdings nicht auszuschließen ist, ist, dass über die Mindestbestellmenge hinaus keine weiteren Wagen geliefert werden. Und das könnte die BVG durchaus vor einer Herausforderungen stellen, immerhin braucht sie in den kommenden Jahren Nachschub auch über die 606 Bahnen hinaus. Von wo sie am Ende kommen werden, steht aktuell noch in den Sternen.


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Vielleicht ja aber doch von Stadler? Die Wirtschaftsverwaltung setzt alles daran, dass das Unternehmen eine Zukunft in Berlin hat und steht in Kontakt zu den Geschäftsführern. In Gesprächen ginge es auch darum, welche Maßnahmen die Wirtschaftsverwaltung dafür ergreifen kann, so ein Sprecher.

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