Donald Trump ist bekannt für seine skandalösen Sprüche und Kommentare. Auch vor manchen Staatsoberhäuptern macht er nicht Halt. Erst vor einigen Tagen nannte der US-Präsident seinen ukrainischen Amtskollegen Selenskyj einen „Diktator“. Doch plötzlich rudert er in gewohnter Trump-Manier zurück.
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Trump rudert mit „Diktator“-Aussage zurück
Hat Donald Trump das Scholz-Syndrom? Plötzlich hat der US-Präsident nämlich vergessen, Wolodymyr Selenskyj einen „Diktator“ genannt zu haben. Trump hatte am Donnerstag den britischen Premierminister Keir Starmer zu Gast im Weißen Haus. Auf einer Pressekonferenz mit den beiden stellten die Journalisten vor Ort auch Fragen über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg.
So wollte ein Reporter wissen, ob Trump den Ukrainepräsidenten Selenskyj immer noch als Diktator bezeichnen würde. Der US-Präsident wich der Frage aber aus und entgegnete daraufhin nur: „Habe ich das gesagt? Ich kann nicht glauben, dass ich das gesagt habe. Nächste Frage.“
US-Präsident schwört auf Friedensabkommen
Außerhalb von Trumps Wahrnehmung ist es in der Realität aber anders. Der Republikaner teilte in den letzten Wochen übel gegen den ukrainischen Präsidenten aus. Er bezeichnete Selenskyj als „Diktator“ und einen „mäßig erfolgreichen Komiker“, der „schreckliche Arbeit“ geleistet habe und schuld sei an „Millionen von Toten“. Am Montag wurde er gefragt, ob er den russischen Amtskollegen Wladimir Putin auch einen Diktator nennen würde. „Ich verwende diese Worte nicht leichtfertig“, sagte er am Montag (24. Februar).
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Darüber hinaus wurde Trump zu einem Friedensabkommen gefragt. Man müsse es „prüfen“, sagte er. „Ich bin zuversichtlich, dass ein Deal, wenn wir ihn abschließen, halten wird“, teilte der Republikaner im Oval Office des Weißen Hauses mit: „Ich glaube nicht, dass Putin erneut einmarschieren würde, wenn es ein Friedensabkommen mit der Ukraine gäbe.“