Veröffentlicht inAktuelles

Berlin: Macht-Querelen eskalieren – jetzt muss SIE ihren Posten räumen

Die Zusammenarbeit war steinig und ist jetzt Geschichte. Die Justizverwaltung in Berlin kündigte einer Frau, die ihr unterstellt war.

Berlin
© IMAGO/Berlinfoto

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Ärger lag schon länger in der Luft. Seit der schwarz-rote Senat in Berlin seine Arbeit aufgenommen hat, konnte die Tierschutzbeauftragte Kathrin Herrmann wohl nicht mehr so ihren Aufgaben nachgehen wie vorher. Das barg Konfliktpotenzial.

Weder Herrmann noch die Senatsjustizverwaltung, der sie unterstellt ist, waren zufrieden. Jetzt heißt es für die Tierschutzbeauftragte: Sachen packen und Posten räumen. Ihr wurde gekündigt.

Berlin: Konnte Herrmann nicht unabhängig und weisungsfrei arbeiten?

Total überraschend kommt das nicht, immerhin gab es jede Menge Zündstoff. Kathrin Herrmann soll seit der Regierungsübernahme der CDU nicht mehr auf die Weise weitergearbeitet haben können wie zuvor. Die Rede war unter anderem davon, dass sie nicht mehr politisch unabhängig und weisungsfrei agieren könne. Vorwürfe, die die Justizverwaltung zurückwies.

Doch wer auch immer recht hat, eines ist klar: An einem Strang zog man wohl eher nicht und die Zusammenarbeit dürfte wenig harmonisch verlaufen sein, woran vermutlich beide Seiten ihre Schuld hatten.

Tierschutzbeauftragte zieht vor Gericht

Am Ende gelang ein Zusammenraufen nicht, stattdessen ließ die CDU ihre Macht spielen und kündigte der Tierschutzbeauftragten. Zuvor sollen bereits vier Abmahnungen ausgesprochen worden sein, wie der „Tagesspiegel“ berichtet. Es heißt, Herrmann habe sich Weisungen widersetzt. Ihre Stelle ist sie nun los. Sie wurde freigestellt.

Auch interessant: Kurt Krömer übt harsche Kritik – „Wir sind am Arsch“

Vor Gericht will Kathrin Herrmann nun erreichen, dass die Abmahnungen aus ihrer Personalakte gestrichen werden. Schon im März sollen die Richter am Arbeitsgericht in Berlin beginnen, darüber zu verhandeln. Unterdessen setzen sich zahlreiche Tierschützer für ihre Rückkehr als Tierschutzbeauftragte ein. Laut „BZ“ wurde eine Petition gestartet, die bereits über 500 Unterstützer fand.


Mehr Nachrichten aus Berlin:


Das letzte Wort im Fall Herrmann ist also noch nicht gesprochen. Fortsetzung folgt.