In Berlin wurden architektonisch immer wieder neue Wege beschritten. Seien es die Bauhaus-Gestaltung in den 1920er-Jahren oder spätere Entwürfe – nicht immer können alle etwas mit der Ästhetik der Gebäude anfangen. Experten schätzen jedoch ihren historischen Wert.
In Neukölln befindet sich die berühmte High-Deck-Siedlung. Dort versuchte man in den 70er- und 80er-Jahren den sozialen Wohnungsbau neu zu erfinden. Namensgebendes Merkmal sind die erhöhten Fußwege, die High Decks. Jetzt musste die Feuerwehr zu dem Baudenkmal ausrücken.
Berlin: Das Feuer bricht im Keller aus
Bewohner hätten in der Nacht auf Samstag (23. März) gegen 0:30 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Zuvor hätten sie Rauch in den Hausfluren bemerkt. Als die Einsatzkräfte eintrafen, habe es in mindestens einem der Verschläge im Keller des Hauses gebrannt. Mehrere Anwohner hatten sich zu diesem Zeitpunkt schon selbstständig in Sicherheit gebracht.
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Die Feuerwehr habe die übrigen Mieter in ihren Wohnungen beruhigt beziehungsweise bei Verrauchungen in Sicherheit gebracht. Es seien jedoch nicht alle Wohneinheiten gleichermaßen von dem Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Löschmaßnahmen zogen sich über mehrere Stunden hin.
Wie kam es zu dem Feuer in Neukölln?
Die Freiwillige Feuerwehr unterstützte die Profis vor Ort dabei, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Zur Ursache des Brandes konnten die Verantwortlichen bislang noch keine belastbaren Informationen veröffentlichen. Ein Fachkommissariat der Berliner Polizei nahm die Ermittlungen auf.
Die High-Deck-Siedlung spaltet die Geister: Einst als Vorzeige-Objekt des sozialen Wohnungsbaus entworfen, entwickelte sich das Viertel zu einem Brennpunkt. Für seine innovative Trennung von Fußgängern und Straßenverkehr wurde es 2020 unter Denkmalschutz gestellt.