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BVG legt Angebot vor – Verdi kündigt derweil neuen Warnstreik an

Verdi und die BVG suchen gerade nach einer Einigung im Tarifstreit. Für die Berliner hängt davon eine ganze Menge ab.

BVG
© IMAGO/Christian Spicker

BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Die BVG betreibt in Berlin nicht nur die bekannten gelben U-Bahnen, sondern auch Busse, Trams und sogar Fähren. Kein Wunder also, dass es kaum ein Vorankommen gibt, wenn dieser Fuhrpark stillsteht. Doch genau das war in diesem Jahr schon dreimal der Fall.

Die Gewerkschaft Verdi bestreikte das Unternehmen zweimal 24 und einmal 48 Stunden lang. Jetzt legte die BVG ein neues Angebot im Tarifstreikt vor. Unterdessen rief Verdi andernorts zu einem neuerlichen Arbeitskampf auf.

Drei Runden ohne Ergebnis

Es trifft erneut eine Branche, auf die vermutlich ebenso viele Berliner angewiesen sind. Denn mit der Post AG liegt Verdi derzeit ebenfalls in zähen Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft rufe daher „die Beschäftigten der Brief-und Paketzustellung an ausgewählten Standorten in Berlin und Brandenburg zu vollschichtigen Warnstreiks auf“, heißt es in einer Mitteilung.

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Am Donnerstag (27. Februar) müssen die Menschen in der Hauptstadt deshalb länger auf wichtige Briefe und Pakete warten. Das Entgegenkommen der Post bezeichneten die Gewerkschafter als „völlig unzureichendes Angebot der Arbeitgeber“. Man scheint also ein gutes Stück entfernt von einer Einigung. Nicht auszuschließen, dass sich die Lage im Zustellergewerbe weiter zuspitzt.

Verdi und BVG am Verhandlungstisch

Mit der BVG scheint es derzeit besser zu laufen als mit der Post AG. Doch auch im Berliner Nahverkehr sind weitere Warnstreiks alles andere als ausgeschlossen. Die Positionen scheinen allerdings nicht ganz so weit voneinander entfernt wie bei den Brief- und Paket-Zustellern.



Die Post hatte in der dritten Verhandlungsrunde eine Lohnsteigerung von zunächst 1,8 und später 2,0 Prozent angeboten. Der Tarifvertrag wäre dabei 27 Monate gültig gewesen. Zu wenig, findet die Gewerkschaft: „Die Verdi-Tarifkommission hatte das Angebot abgelehnt, da es bei Annahme Reallohn-Einbußen für die Beschäftigten zur Folge hätte.“

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