Silvester in Berlin ist für Polizei, Feuerwehr und Klinikpersonal eine ziemlich stressige Angelegenheit. Allein die Berliner Feuerwehr verzeichnete zwischen 19 Uhr und 6 Uhr in der Früh 1.598 Einsätze.
Auch in diesem Jahr kam es dabei zu Angriffen auf die Rettungskräfte. Dabei musste auch die Polizei immer wieder einschreiten, um Schlimmeres zu verhindern. Kurz nach Mitternacht wurde sie zu einer besonders brutalen Attacke gerufen. Davon kursiert jetzt ein Video in den sozialen Netzwerken.
Silvester in Berlin: Mehrere Männer schlugen auf Arzt und Pfleger ein
Wie die Berliner Polizei berichtet, haben in der Silvesternacht drei alkoholisierte Brüder (25, 20 und 16 Jahre alt) einen Arzt und einen Pfleger in der Notaufnahme des Sana-Klinikums Lichtenberg angegriffen. Der Vorfall ereignete sich gegen 0:45 Uhr.
Die Männer waren aggressiv geworden, weil der 25-Jährige angeblich nicht schnell und nicht adäquat genug behandelt wurde – woraufhin sie dann auf den Arzt und einen Pfleger einschlugen. Der Arzt erlitt eine Kopfverletzung und wurde ambulant behandelt. Auch der Pfleger wurde leicht am Kopf verletzt.
Video zeigt brutalen Angriff
Davon ist nun ein Video aufgetaucht. Zu sehen ist zunächst eine hitzige Diskussion zwischen mehreren Angehörigen des Personals und den Brüdern. Diese eskalierte, als einer der Männer auf den Pfleger (in weiß gekleidet) einschlug. Der Arzt (in blau gekleidet) versucht die Gruppe zu beschwichtigen. Doch auch er wird ähnlich aggressiv attackiert. Als er danach ausweichen möchte, schlägt ihn einer der Männer nochmal gegen den Kopf.
Er fällt regunglos zu Boden und kann erst nach mehreren Sekunden mit Mühe seinen Oberkörper ein Stück aufrichten. Dennoch hält dieses dramatische Bild die Gruppe nicht davon ab, weiter auf das Personal einschlagen zu wollen. Erst als mehrere andere Menschen zur Hilfe eilen und sich gegen das Trio stellen beruhigt sich die Situation.
Berliner Polizei nimmt Schläger in Gewahrsam
Zwischenzeitlich wurde die Berliner Polizei verständigt. Sie nahm das Trio vorsorglich in Präventivgewahrsam, „um die Sicherheit des medizinischen Betriebs der Rettungsstelle zu gewährleisten.“ Wie die „Berliner Zeitung“ berichtet, darf diese in Berlin für eine Dauer von bis zu fünf Tagen angeordnet werden. „Aber nur bei höchster Terrorgefahr. Sonst gelten zwei bis drei Tage.“
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Bei der Durchsuchung der Personen fanden die Einsatzkräfte Drogen. Die Tatverdächtigen mussten sich einer Blutentnahme unterziehen. (mit dpa.)