Veröffentlicht inAktuelles

Tierheim Berlin: Katzenbabys in Gefahr! „Qualvolles und gefährliches Leben“

Die Tierschützer vom Tierheim Berlin müssen sich jetzt auf eine schwere Zeit einstellen. BERLIN LIVE hat mehr erfahren.

© imago/blickwinkel

Tierheim Berlin: Die Stadt der zurückgelassenen Tiere

Im äußersten Nordosten Berlins steht das Tierheim Berlin. Mit einer Fläche von 16 Hektar Land ist es das größte Tierheim Europas und wirkt wie eine kleine Stadt für zurückgelassene Tiere.

Das Tierheim Berlin betreut rund 1.300 Tiere und ist damit am Kapazitätslimit. Trotzdem müssen sich die Mitarbeiter jetzt auf viele zusätzliche Neuzugänge einstellen.

Der Grund: Die Katzensaison. Eine schwere und stressige Zeit für die Pfleger. BERLIN LIVE hat erfahren, worauf sich die Tierschützer jetzt vorbereiten.

Tierheim Berlin steht vor schwerer Zeit

Wenn im Frühling die Tage wieder länger werden und die Temperaturen steigen, beginnt für die Mitarbeiter im Tierheim Berlin eine der stressigsten Zeiten des Jahres: Die Katzensaison. BERLIN LIVE hat erfahren, was es damit genau auf sich hat.


Auch interessant: S-Bahn Berlin: Mann sorgt für Aufregung im Zug! Jetzt äußert sich das Unternehmen


„Wir sprechen von der Katzensaison unter Tierschützern ungefähr ab Mai, wenn die Katzen besonders viel Nachwuchs bekommen“, erklärt Tierheim-Sprecherin Inaiê Marcondes Macedo. „Das hat natürlich direkte Auswirkungen auf die Tierschützer und das Tierheim, da wir uns dann natürlich vermehrt um Katzen und den Nachwuchs kümmern müssen.“

„Sehr schlechte Überlebenschancen“

Macedo erklärt, dass es im Stadtgebiet rund 10.000 verwilderte Katzen gebe, die sehr scheu seien und den Kontakt zu Menschen meiden würden. „Wenn man nicht weiß, wo die sind, dann sieht man diese Katzen nicht.“ Und wenn es wärmer wird, bekämen diese massenhaft Junge.

„Das heißt, wir als Tierheim wissen genau, dass wir spätestens ab Mai mit einer Flut an Katzenbabys konfrontiert werden, die auf den Straßen geboren werden und sehr, sehr schlechte Überlebenschancen haben“, so die Tierheim-Sprecherin gegenüber BERLIN LIVE.

Die meisten dieser Katzenbabys würden keine sechs Monate alt werden. „Sie sterben an Krankheit, an Hunger, werden von anderen Wildtieren gefressen oder kommen im Straßenverkehr ums Leben. Das ist ein sehr, sehr qualvolles und gefährliches Leben.“

Das Tierheim Berlin bereitet sich darauf vor, Kapazitäten für diese Flut an Katzenbabys zu schaffen, obwohl das gar nicht möglich sei. „Wir sind ja am Kapazitätslimit. Aber wir haben jetzt ein extra Mutter-Kind-Katzenhaus, und da sind jetzt einige Boxen und Stuben vorbereitet. Die sind sauber gemacht und eingerichtet für Katzenmütter mit ihren Kindern“, so Macedo.


Weitere Nachrichten aus Berlin:


Im weiteren Interview verrät die Tierheim-Sprecherin, wie die Tierschützer Herr über die Situation werden wollen.