Seit mehr als zehn Jahren beschäftigen sich Polizei und Justiz mit den Mitgliedern der Berliner Remmo-Clans. Der Name der Familie taucht im Zusammenhang mit Drogen- und Waffenhandel und teils spektakulären Raubüberfällen auf. Beim Raub im Grünen Gewölbe und im Bode Museum waren Remmos beteiligt
Das dabei erbeutete Geld wird anschließend versucht in die Legalität zu überführen. Zum Beispiel über Immobilien. Daher wurden im Jahr 2018 auch 77 Immobilien, die der Familie Remmo zugerechnet werden, vorläufig beschlagnahmt. Rechtskräftig ist das aber erst bei zwei Immobilien – eine andere soll einem Familienmitglied noch gutes Geld bringen.
Clans in Berlin: Remmo-Villa sorgt weiter für Ärger
Denn wie der „Tagesspiegel“ berichtet, soll ein Mitglied des Berliner Clans ein Gebäude im Neuköllner Ortsteil Buckow zu teuren Preisen untervermieten. Mittlerweile sollen demnach 30 Menschen in besagter Villa leben, allesamt indische Studenten. Eine Großzahl von ihnen arbeite als Essens-Lieferanten. Sie alle sollen 600 Euro Miete zahlen, dafür aber nicht mehr als eine Schlafgelegenheit bekommen. Oftmals teile man sich hier ein Zimmer.
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Das würde 18.000 Euro Mieteinnahmen pro Monat bedeuten. Der Vermieter, so heißt es, sei die Firma eines Inders, der wiederum Kunde der Firma des Eigentümers – also des 41-jährigen Remmo-Familienmitglieds – ist. Und er ist auch weiterhin der Eigentümer der Immobilie.
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Ob das auch in Zukunft so bleiben soll, entscheidet das Berliner Landgericht bald. Das muss entscheiden, ob die Beschlagnahmung, wie schon bei der bekannten Remmo-Villa, rechtskräftig wird. Laut „Tagesspiegel“ gehen Juristen davon aus, dass auch dieses Gebäude dem Staat zufallen wird. Das dürfte dann zum Problem des Bezirks Neukölln werden. Denn er ist es, der sich in diesem Fall um die zahlreichen aktuellen Bewohner kümmern und Sorge tragen muss, dass diese nicht auf der Straße landen.