Designer Kleidung, Handtaschen und Schuhe, so weit das Auge reicht und das für nur wenige Euro. Hinter diesem Traum vieler Mode-Fans steckt eine verbrecherische Masche.
In großem Stil haben drei Verbrecher in Neukölln gefälschte Designerkleidung verkauft. Allein 1542 Schuhe hat die Polizei bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmt. Doch Shopping-Fans versetzt etwas ganz anderes in Aufregung.
Neukölln: Polizei macht irren Fund
Ein Raum voller T-Shirt, Jacken, Jeans, Handtaschen und Schuhe. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Modegeschäft, ist in Wahrheit eine Privatwohnung. Im zweiten Geschoss eines Wohnhauses haben eine Frau und zwei Männer im großen Stil gefälschte Designerklamotten verkauft.
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Wie die Polizei auf X mitteilt, wurden bei der Durchsuchung der Wohnung drei Verdächtige, zwei Männer und eine Frau, festgenommen. Auch massenhaft gefälschte Waren konnten die Beamten sicherstellen. Darunter 1.542 Schuhe, 490 Oberbekleidungen, 402 Jacken, 209 Taschen, 115 Basecaps, 35 Mützen, 156 Armbänder, 52 Armreifen, 38 Ringe, 68 Ketten, 18 Uhren, 45 Ohrringe, 139 Portemonnaies, 247 Hosen, 275 Gürtel, 5 Parfüms, 19 Schals und 18 Zweiteiler.
Mode-Fans sind außer sich – „Ist noch was übrig?“
Viele Mode-Fans quält jetzt nur die eine Frage: Was passiert mit den 3.873 Fake-Designer-Artikeln? „Ist noch was übrig? Was passiert mit den Klamotten?“, fragt eine Userin in den Kommentaren unter dem Post der Polizei. „Hey, wie viel kosten die Taschen im Regal?“, will ein anderer wissen.
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Ein weiterer scherzt: „Sagt nicht, die hatten auch sonntags geöffnet.“ Auch der Witz: „Was letzte Preis für beschlagnahmte Ware?“ darf natürlich nicht fehlen. BERLIN LIVE hat sich bei der Polizei Berlin erkundigt, Was mit der Ware jetzt passiert.
„Beschlagnahmte plagiierte Waren wie zum Beispiel nachgeahmte Designerkleidung und Accessoires wie Handtaschen, Schmuck und/oder Brillen stellen neben ihrer Eigenschaft als Beweismittel in Verfahren wegen Verdachts der Markenrechtsverletzung auch unerlaubte Tatmittel dar und unterliegen regelmäßig der Einziehung“, erklärt ein Polizeisprecher.
Shopping-Fans, die Interesse an der Ware hatten, werden leider enttäuscht, „denn zum Ende des justiziellen Verfahrens werden solche Warenbestände auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vernichtet“.