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Brandenburg: Gefahr steigt Tag für Tag – Albtraum für die Anwohner

Das schöne Frühlingswetter bereitet vielen Menschen in Brandenburg Angst. Es droht eine ernstzunehmende Gefahr.

© imago/Rainer Weisflog

Das Land Brandenburg: Schloss, Spreewald, Spaßbad

Brandenburg ist bekannt für seine malerischen Landschaften und historischen Städte, die Besucher mit ihrer Schönheit und kulturellen Vielfalt verzaubern.

Laut dem Landesbetrieb Forst Brandenburg ist das Bundesland mit seinen ausgedehnten Kiefernwäldern, geringem Niederschlag und leichten Sandböden bundesweit das Land mit der höchsten Waldbrandgefährdung.

Gerade bei dem sonnigen Wetter in Berlin und Brandenburg steigt die Gefahr enorm an.

In Brandenburg herrscht Waldbrandgefahr

Wenn in Berlin im Frühling die Sonne scheint, kommt große Freude auf. Die Menschen zieht es hinaus in die Cafés oder in die Parks zum Spazierengehen. In Brandenburg sieht das hingegen, vor allem in ländlichen Gegenden, ganz anders aus.


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Dort sieht man dem sonnigen Wetter mit großer Sorge entgegen, denn mit jedem niederschlagsfreien Tag steigt die Waldbrandgefahr. „17 Wald- und Vegetationsbrände gab es schon in diesem Jahr“, berichtet der Waldbrandschutz-Beauftragte Raimund Engel gegenüber der „BZ“. „Zum Glück war noch kein Großbrand dabei.“

Waldbrand-Warnstufe 4!

Laut Engel habe es im Februar und März nur zehn Prozent des üblichen Niederschlags in Brandenburg gegeben. Die Winterfeuchte sei bereits aus den oberen Bodenschichten heraus. Jeder Funke könne dann den trockenen Waldboden entzünden.

Bis Mittwoch (2. April) habe in Brandenburg die mittlere Waldbrand-Warnstufe 3 gegolten. „Am Donnerstag müssen wir in Potsdam-Mittelmark mit Stufe 4 rechnen. Mit jedem Sonnentag ohne Regen steigt die Brandgefahr“, so der Brandwächter.

99 Löschbrunnen sollen jetzt mit Hochdruck gebaut werden, um die Gefahr zu bändigen. „Die Hälfte ist schon gebohrt, wird jetzt funktionsfähig gemacht. Der Rest folgt bis zum Hochsommer“, erklärt Engel.


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Die Dürre sorge nicht nur für eine erhöhte Waldbrandgefahr, sondern auch die Herbst- und Frühjahrs-Aufforstungen seien in Gefahr, weil junge Wurzeln aus dem Oberboden nicht genügend Feuchtigkeit aufnehmen könnten. Laut Engel drohen Schäden bis zum Totalausfall.