Die A100 ist gerade das Berliner Sorgenkind schlechthin. Aufgrund der Vergrößerung des Risses an der Ringbahnbrücke im Westen der Stadt ist sie seit Mitte März voll gesperrt. Aus Sicherheitsgründen wurde kurz darauf auch die daneben liegende Westendbrücke gesperrt. Für Pendler, den Güter- und den S-Bahnverkehr hat das massive Folgen.
Berlin will deshalb zusammen mit dem Bund eine schnelle Lösung des Problems – doch die schien erst in weite Ferne gerückt zu sein – bis jetzt!
A100: Bund sichert große Unterstützung zu
Die Sperrung der Ringbahnbrücke der A100 ist im Moment für jeden, der im Westen der Stadt unterwegs ist, eine Belastung. Der Bund will dem Land Berlin deshalb unter die Arme greifen: In den vergangenen Tagen ist bekannt geworden, dass er die rund 150 Millionen Euro für einen Ersatzneubau zur Verfügung stellen wird. Doch ganz so schnell kann der Bau leider nicht losgehen.
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Das wurde in einer Runde bestehend aus der Autobahn GmbH, Verkehrssenatorin Ute Bonde, S-Bahn Berlin, Messe, Polizei, Feuerwehr, Vertretern des Bauindustrieverbands und des Bundesverkehrsministeriums am Montagabend (1. April) deutlich. Denn es war zunächst unklar, ob die Ringbahnbrücke provisorisch gestützt oder sofort abgerissen werden soll.
Entscheidung ist gefallen
Laut dem Verkehrssenat wurde bei dem Gespräch der aktuelle Zustand der Brücke, deren Abriss und Neubau sowie die konkreten Auswirkungen auf die Mobilität der Berliner erörtert. Zwar sicherten Vertreter der Bauindustrie dabei zu, dass die Kapazitäten für einen schnellen und innovativen Brückenneubau vorhanden wären, doch laut Ute Bonde fehlte es am Montag noch an genügend Informationen, um die beiden Optionen – Neubau oder Abriss – endgültig gegeneinander abzuwägen.
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Sie appellierte deshalb an alle Vertreter, jetzt „alle Möglichkeiten zu ergreifen, um die Maßnahmen so schnell wie möglich umzusetzen.“ Sobald alle wichtigen Erkenntnisse da sind, sollte dann eine Entscheidung über die Zukunft des Verkehrs auf der A100 getroffen werden.
Keinen Tag später war es dann so weit! Am Dienstag (2. April) verkündet die Autobahn GmbH, dass eine Entscheidung gefallen sei. „Nach intensiver Prüfung beider Optionen hat sich die Autobahn GmbH für den vollständigen Abriss entschieden“, hieß es in einer Mitteilung. Das betrifft nicht nur die Autobahnbrücke, sondern auch die Westendbrücke für die S-Bahn in dem Bereich. Jetzt soll es schnell gehen: Bis 25. April sollen beide abgerissen werden. Danach kann dann der Neubau beginnen.