Es herrscht Friedenspflicht zwischen der BVG und ihren Mitarbeitenden. Denn beide Seiten befinden sich im Tarifkonflikt aktuell in der Schlichtung. Bis zum 10. April wollen BVG und die Gewerkschaft Verdi zusammen mit ihren Schlichtern Bodo Ramelow und Matthias Platzeck eine Lösung erarbeiten. So lange darf nicht gestreikt werden.
Doch nun macht eine für Fahrgäste der BVG beunruhigende Nachricht die Runde. Die BVG-Beschäftigten erhöhen den Druck! Es könnte unbefristete Streiks geben.
BVG: Mega-Mehrheit für unbefristete Streiks
Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, endete die Urabstimmung über unbefristete Streiks unter den BVG-Beschäftigten mit einem eindeutigen Votum. 95,4 Prozent der bei den Verkehrsbetrieben beschäftigten Gewerkschaftsmitglieder sollen sich demnach für die Möglichkeit unbefristeter Streiks ausgesprochen haben. Erfahren hat die dpa das nach eigenen Angaben aus Gewerkschaftskreisen.
Die Urabstimmung über unbefristete Streiks war gestartet worden, bevor die BVG und die Gewerkschaft Verdi sich auf eine Schlichtung geeinigt hatten. Über die Inhalte der Schlichtung hatten beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Offiziell wollte die Gewerkschaft Verdi in diesem Zuge auch die Ergebnisse der Urabstimmung nicht vor Ablauf der Gespräche veröffentlichen, doch diese wurden nun geleakt. Damit war im Vorfeld bereits gerechnet worden.
Keine Streiks bis zum 10. April
Direkt kann es allerdings nicht zu Streiks bei der BVG kommen. Denn unabhängig von der Urabstimmung gilt während der Schlichtung noch weiterhin die Friedenspflicht bis einschließlich kommenden Donnerstag (10. April). Sicher ist aber: Sollte die Schlichtung nicht zu einem Ergebnis führen, könnte Verdi im Anschluss zu unbefristeten Streiks aufrufen.
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Ob die Gewerkschaft das auch tun würde, ist offen. Sicher ist aber, dass das deutliche Votum der Beschäftigten den Druck auf die Verhandler vor allem auf Seiten der BVG erhöhen dürfte. Der Leak könnte zudem das Verhältnis zwischen den Verhandlern belasten. Die BVG wollte sich auf Anfrage des RBB nicht zum Ergebnis der Urabstimmung äußern.