Am Flughafen BER kommen täglich tausende Passagiere aus aller Welt an. Für den Zoll heißt das: alle Hände voll zu tun! Denn er ist dafür zuständig, dass nichts ins Land gerät, was hier verboten ist oder mit dem hier Steuern hinterzogen werden.
Eigentlich sind die Beamten dabei auch schon einiges gewohnt. Von lebenden Schlangen, die in Koffern gefunden wurden bis hin zu Drogen gibt es dort nichts, was es nicht schon mal gab. Doch bei einem Fund wurden jetzt selbst die erfahrenen Zoll-Mitarbeiter stutzig.
Flughafen BER: Zoll macht unfassbaren Fund
Stellt man sich den Otto Normal-Kriminellen vor, dann hat man wahrscheinlich eine eher junge Person im Kopf. Wahrscheinlich schaut sie grimmig und macht auch sonst einen eher wenig einladenden Gesamteindruck. Eine 75-jährige Rentnerin würde wahrscheinlich den wenigsten in den Sinn kommen. Doch der Schein trügt.
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Denn wie nun bekannt wurde, macht der Zoll am Flughafen BER im Februar einen besonders prekären Fund bei einer Seniorin. Die Dame reist von Tel Aviv nach Berlin.
Das war „besonders befremdlich“
„Zunächst ließ die Beamten eine Röntgenkontrolle eines grünen Hartschalengepäckstückes stutzig werden“, heißt es in einer Mitteilung des Hauptzollamts Potsdam von Ende März. Als sie den Koffer dann öffneten, wurde ihr Verdacht wahr. Sie entdeckten zwei Metall-Schlagringe bei der Rentnerin.
Auf Nachfrage, was sie damit vorhabe, erklärte die Dame, „die Schlagringe seien für ihre Enkelkinder zum Klavierspielen“. Selbst für die Beamten vom Flughafen BER war diese Erklärung „besonders befremdlich“, heißt es in der Mitteilung. Die Ringe habe sie auf einem Markt gekauft, erklärte die Frau. „Dass es sich um Waffen handelt, habe sie nicht gewusst.“
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Doch ihre Unwissenheit schützt sie nicht. Gegen die Rentnerin wurde nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Bannbruchs in Verbindung mit einem Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet, heißt es seitens der Behörden.