Anne Hufnagl macht „geile Bilder gegen Geld“ – so steht es auch an der Tür zu ihrem Fotostudio mitten in Berlin, unweit vom Regierungsviertel entfernt.
Die Lage dürfte allerdings nicht der Grund sein, weshalb auch schon Politiker wie Olaf Scholz und Friedrich Merz vor ihrer Kamera standen – viel mehr vertrauen die Personen des öffentlichen Lebens auf die professionelle Arbeit der Fotografin.
Wie es überhaupt dazu kam? BERLIN LIVE hat Anne Hufnagl einen Besuch abgestattet.
Berliner Fotografin fängt klein an
„Fotografiert hab ich schon, seit ich eine Jugendliche war. Mein Dad hat auch viel fotografiert“, erinnerte sich die Wahl-Berlinerin zurück. Damals waren es meist Schnappschüsse von Reisen. Mit der Zeit hat sich Anne Hufnagl durch ganz verschiedene Bereiche geknipst, arbeitete auch eine längere Zeit im Eventbereich: „Den Umgang mit Menschen fand ich super, nur den Event-Teil nicht.“ Ihre Skills brachte sich die 35-Jährige selbst bei: „Ganz viel durch Ausprobieren!“

Letztendlich entdeckte die gelernte Werbekauffrau ihre Leidenschaft für Portraits. Angefangen mit C-Promis über CEOs bis hin zum Bundestag machte Anne Hufnagls Arbeit mehr und mehr die Runde: „Wenn da einer ein geiles Bild hat, dann sehen es früher oder später auch die anderen.“ Und so trudelten plötzlich auch Anfragen von namhaften Persönlichkeiten in das Postfach der Fotografin.
Berliner Politiker festgefahren vor der Linse
Aufgeregt vor derartigen Aufträgen ist Anne Hufnagl jedoch nicht. Im Gegenteil: „Ich hab keine Promi-Gefühle. Für mich ist das jemand, der eine Dienstleistung will.“ Und die bekommt der Kunde auch in einem einzigartigen Stil. „Die Farben liegen mir am Herzen. Und ich mag auch die starken Kontraste. Ich wünsche mir schon, dass die Leute erkennen, dass ein Bild von mir ist“, gibt die gebürtige Sächsin gegenüber BERLIN LIVE offen zu.
Ein konkretes Lieblingsbild hat Anne Hufnagl in ihrer Galerie nicht – aber: „Ich mag die Bilder von Scholz und Merz, weil sie da mal entspannt drauf aussehen.“ Vielleicht sind ihre Kunden aber auch einfach Profis vor der Linse? Wohl kaum. „Manche sind auch sehr festgefahren, weil sie in ihrem Leben natürlich schon mehrere Fotoshootings gemacht haben. Das muss man dann manchmal rauskitzeln und die Leute locker kriegen“, verriet die Fotografin.
Diesen Promi wünscht sich Fotografin besonders
Sieht ganz so aus, als hätte Anne Hufnagl ihre Berufung längst gefunden. Gibt es neben all den Persönlichkeiten, die bei ihr schon zu Besuch waren, überhaupt noch einen Wunsch-Gast? „Die Leute erwarten immer, dass man jetzt sowas sagt wie Barack Obama. Aber ich würde so wahnsinnig gerne Arnold Schwarzenegger fotografieren“, plauderte sie aus.
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Mit ihm und seinen Filmen ist die Unternehmerin aufgewachsen: „Er ist so ein Kindheits- und Jugendidol. Einfach eine coole Socke!“ Bleibt zu hoffen, dass der einstige Bodybuilder und US-Politiker vielleicht auch eines Tages in Anne Hufnagls Berliner Fotostudio stolpert. Unsere Daumen sind jedenfalls gedrückt!