Der Frühling ist in Berlin angekommen. Das sieht man nicht nur am Kalender oder dem Thermometer, sondern auch daran, dass die Menschen in der Hauptstadt plötzlich aus ihren kleinen, teuren Wohnungen strömen und nach einem harten, kalten Winter wieder die Straßen und Parks fluten.
Dabei hat jeder so seine Lieblingsorte, wo der Frühling in Berlin am besten zu genießen ist. Wir haben einige Tipps für dich zusammengetragen.
Frühling in Berlin: Von Charlottenburg bis Kreuzberg
Felix Grimm, Radakteur: Wer den Schlosspark Charlottenburg nicht kennt, sollte dies schleunigst ändern. Der Barockgarten wurde 1697 nach französischen Vorbild angelegt und war der erste seiner Art in Deutschland. Wo früher die Adligen lustwandelten kann man sich heute wahlweise sportlich beim Joggen oder faul auf der Liegewiese vergnügen. Hier gibt es unzählige Skulpturen und romantische Gebäude zu entdecken. Und wer sich trotzdem langweilt, kann auch die zahlreichen Eichhörnchen zwischen den Bäumen zählen. Bei Regen empfiehlt sich eine Führung im Schloss. Lediglich am Montag ist hier geschlossen.
Jana Wengert, Reporterin: Was gibt es Schöneres als die ersten Sonnenstrahlen draußen zu verbringen? Wer nicht allzu weit aus dem Zentrum in Richtung Grunewald oder zum Schlachtensee fahren möchte, der kann auch in Kreuzberg-Neukölln die Seele baumeln lassen – beispielsweise am Paul-Lincke-Ufer. Nach einem Spaziergang den Kanal entlang, könnt ihr wunderbar eine Pause am Pavillon einlegen und euch vielleicht sogar einen Aperol oder ein Glas Wein in der Sonne gönnen. Also schnappt euch eure Liebsten und der Frühling kann kommen!
Urbanes Treiben oder in Ruhe spazieren
Anouschka Hamp, Volontärin: Nach den langen und mehr als dunkelgrauen Berliner Wintermonaten gibt es nichts Besseres, als endlich wieder ein bisschen Sonne zu tanken. Einer der schönsten Orte dafür ist der Holzmarkt 25 in Friedrichshain. Mit einem guten Buch im Arm oder Freunden im Gepäck ist das Kulturzentrum am Spree-Ufer der ideale Ort, um die Seele baumeln zu lassen.
Vor Ort gibt es von Kuchen über Eis bis hin zu Pizza verschiedenste Leckereien. Alteingesessene Berliner werden über den Tipp vermutlich gähnen, ist der Spot doch mittlerweile auch bei vielen Touristen mehr als beliebt – und deshalb oft viel zu überfüllt. Aber gerade unter der Woche findet man meist doch einen Platz auf den DIY-Sitzgelegenheiten.
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Henning Schneider, Redakteur: Berlin ist von einer vielseitigen Seenlandschaft umgeben. Wer sich das maritime Feeling in die Stadt holen möchte, ist an der Rummelsburger Bucht am besten aufgehoben. Ob am Lichtenberger Ufer mit Promenade, Kletterhalle und Hafenbistro oder auf der Halbinsel Stralau – hier kann man mit Eis oder Getränk in der Sonne spazieren gehen oder sich entspannt ans Wasser setzen.
Michael Maierhöfer, Redakteur: In „Friedrich-Schein“ geht die Sonne auf, und deswegen eignet sich der Bezirk im Frühling ideal zum Frühstücken und Brunchen mit Freunden. Rund um die Simon-Dach-Straße gibt es eine große Auswahl an Restaurants und Cafés, bei denen man es sich auf Stühlen und Biertischgarnituren vor den Lokalen gemütlich machen kann. Etliche von ihnen bieten vegane und glutenfreie Optionen an. Sollte es am Morgen noch ein bisschen zu kalt sein, helfen die Gastronomen gerne mit Decken aus. Danach geht’s zum Sonnenbaden auf den Boxhagener Platz.
Berlin drängt ins Freie
Luisa Garcia, Volontärin: Für mich lautet das Motto im Frühling: Hauptsache raus. Je nach der Zeit, die man mitbringt, bietet sich Verschiedenes an. Zum Beispiel ein kurzer Spaziergang im Kiez, ein entspannter Nachmittag in einem der Parks oder ein erfrischendes Getränk vor einem der Restaurants, zum Beispiel am Schiffbauerdamm an der Spree (Bezirk Berlin-Mitte). Was zählt, ist einzig und alleine, dass man die Wohnung nach dem grauen und eisigen Winter endlich wieder öfter verlässt und die zunehmenden Sonnenstrahlen genießt, ganz egal wo und wie lange.
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Domescu Möller, Redakteur: Auf jeden Fall raus. Abgesehen vom Heuschnupfen hält mich im Frühling doch recht wenig in der Wohnung. Berlin bietet zum Rausgehen viele Möglichkeiten. Im Frühling halte ich mich am Liebsten im Park am Gleisdreieck auf. Hier kann man dem Erwachen Berlins am besten zuschauen. Die Biergärten eröffnen, dazu treiben immer mehr Menschen Sport oder lassen sich auf dem immer wärmeren Rasen nieder. Und an den meisten Abenden gibt es noch einen traumhaften Sonnenuntergang gratis dazu.