Es hätte alles so schön werden können. Nach Jahren der Scham hat sich „Armes Deutschland“-Protagonistin Christine endlich ihre Zähne machen lassen. Mit neu gewonnenem Lächeln und dementsprechenden Selbstbewusstsein suchte sich die Stendalerin, die bis dato in ihrem Leben noch nie über einen längeren Zeitraum gearbeitet hatte, einen Job. Doch auch den scheint die 35-Jährige, die noch immer Hartz4 (Sendung wurde vor Einführung des Bürgergeldes gedreht) bezieht, bald wieder los zu sein.
So ist Christine zwar erst seit zehn Tagen als Teilzeitkraft in einem Milchwerk angestellt, zweimal war sie in dieser Zeit jedoch schon krankgeschrieben. Und das, obwohl die Hartz4-Empfängerin nach eigenen Angaben Spaß an ihrem Job hat. „Ich habe jetzt auch einen neuen Job, der mir ganz viel Spaß macht. Es ist ein ganz gutes Gefühl, wieder zu arbeiten. Man steht dann auf, macht sich fertig, geht dann arbeiten, kommt dann nach Hause. Man ist dann zwar etwas k.o., aber man macht dann trotzdem noch ein bisschen was“, berichtet die Protagonistin der RTL-Zwei-Bürgergeld-Doku.
Bürgergeld: Arbeitslose nach 10 Tagen schon zweimal krank
Dennoch scheint ihr Körper ihr einen Strich durch die Arbeitsrechnung zu machen. „Ich habe mir gestern etwas eingeklemmt gehabt“, berichtet die 35-Jährige. Sie habe sich dann nicht so bewegen können und wieder hingelegt. Blöderweise jedoch vergaß die Stendalerin, ihrem Chef Bescheid zu geben, ging auch nicht ans Telefon, als dieser anrief.
„Ich habe schon Angst, dass ich den Job verliere, weil ich schon zweimal krankgeschrieben war“, berichtet Christine. Und auch sonst stellt sich die Hartz4-Empfängerin nicht allzu geschickt an. Holt sie doch ihren Mann Rene mit dem Fahrrad bei seiner Arbeit ab.
Der jedoch arbeitet in der gleichen Milchfabrik wie sie. Ob es da so klug ist, mit dem Rad aufzutauchen, wenn man selbst wegen Rückenschmerzen krank geschrieben ist? Das darf bezweifelt werden.