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Bürgergeld: Frau soll 7.900 Euro für Krankenkasse zahlen – „Das ist eine Schweinerei!“

Bürgergeld: In der Sozial-Doku „Hartz und herzlich“ erhält Dagmar eine Schocknachricht. Sie soll über 7.900 Euro an ihre Krankenkasse zahlen.

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Schocknachricht für Mannheimerin Dagmar! Die Protagonistin aus der RTL2 Sozial-Doku „Hartz und herzlich“ hat einen Brief von der Krankenkasse erhalten, der ihr Kopfzerbrechen bereitet.

Darin steht, dass sie über 7.000 Euro an ihre Krankenkasse zahlen soll. Geld hat die Bewohnerin aus dem Problemviertel in den Benz-Baracken, in dem viele Bürgergeld-Empfänger leben, nicht zur Verfügung. Dagmar ist stinksauer.

Bürgergeld: Rentnerin erhält Rechnung von 7.900 Euro

Die Mannheimerin ist zwischen Bürgergeld (früher Hartz 4) und Rente in eine Versorgungslücke gefallen. Obendrein ist sie gesundheitlich angeschlagen und bekommt schlecht Luft. Gegen die Atemnot nimmt sie eigentlich Spray. Daneben hat sie noch ein Hilfsmittel gegen die Atemnot, was sie allerdings nur eingeschränkt nutzen kann.

„Das Sauerstoffgerät, was ich habe, geht über Strom. Wenn ich das anstelle, dann ist es so, dass ich am Jahresende hundertprozentig weiß, dass ich dann meine Stromrechnung nicht mehr zahlen kann. Sobald das in Gang gesetzt wird, frisst es Unmengen an Strom“, so Dagmar bei „Hartz und herzlich“.

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Sie nimmt es hier und da mal kurz, „aber länger als eine halbe Stunde kann ich es nicht nehmen“, versichert die Rentnerin. „Ich bin von 25 Euro auf 120 Abschlagsrechnung gekommen beim Strom. Und wenn das Gerät so viel verbraucht, sitze ich ab nächstes Jahr im Dunkeln.“

Die Betriebskosten für das gerät muss Dagmar selbst tragen. „Ein bisschen Sauerstoff kriegst du von der Krankenkasse übernommen, aber das Gerät, was über Strom läuft, da kriegste keine Finanzierung von der Krankenkasse.“ Traurig fügt sie hinzu: „Ich habe immer gesagt, ich mache jeden Tod mit, aber Ersticken auf keinen Fall.“  

Jetzt flattert also der bittere Krankenkassen-Brief ins Haus. 7.921 Euro verlangt man von ihr.

Bürgergeld: Dagmar traurig – „Ich habe gekämpft und gekämpft“

„Leider sind Sie mehr als einen Monatsbeitrag für die Krankenversicherung im Rückstand“ heißt es in der Rechnung. Monatlich wäre das ein Beitrag von 830 Euro. Die Summe ergibt sich, weil man Dagmar als selbständig eingestuft hat.

Dagmar: „Ich habe ja gemeldet, dass ich meinen Rentenantrag gestellt habe und noch immer keine Bewilligung habe. Und ich habe gekämpft und gekämpft und immer wieder dort angerufen bei der Rentenkasse, bis das endlich mal durchgegangen ist. Es war ja nicht meine Schuld, dass die Rente nicht pünktlich kam.“

Fast ein Jahr lang musste sie auf ihre Rente warten, die Krankenkasse hat den Bewilligungsprozess offenbar nicht registriert. „Ich kann doch keinem Menschen, der Bescheid gegeben hat, dass der Rentenantrag immer noch in Arbeit ist, sagen, dass er selbständig ist. Bei was bin ich selbständig!? Ich gehe selbständig aufs Klo, geh selbständig ins Bett, aber ich bezahle keine 830 Euro als Selbständige!“



Eine andere Mitarbeiterin will Dagmar nun helfen und zusehen, dass sie die Summe kürzen kann. „Dann soll sie mal kürzen, weil mehr als 10 Euro zahle ich nicht!“ Dagmars Budget gibt einfach nicht mehr als 10 Euro her. „Vor allem ist das eine Schweinerei! Nach anderthalb Jahren melden die sich erst mal.“ Die Bewohnerin aus dem Bürgergeld-Viertel in Mannheim muss das jetzt erst einmal verdauen.

Die ganze Wiederholungs-Folge von „Hartz und herzlich“ kannst du in der Mediathek bei RTL+ sehen oder am kommenden Montag um 13.55 Uhr bei RTL2.