Es war ein katastrophaler Tag für die Börsen weltweit, auch für die US-Aktien. Doch Donald Trump macht das alles nichts. Wie in einer Parallelwelt feiert er seinen Zölle-Beschluss und redet sich alles schön.
Derweil sind Ökonomen ernsthaft besorgt, dass ein eskalierender Handelskrieg die Welt wirtschaftlich ernsthaft herunterziehen könnte. Es ist ein Spiel mit dem Feuer von Trump.
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Üble Börsen-Talfahrt auch in den USA
Die Zahlen vom Donnerstag sind verheerend! Die Börsen stürzten überall ab. Besonders hart traf es auch Trumps USA.
- Der Leitindex Dow Jones verlor 3,98 Prozent
- Der S&P 500 knallte 4,84 Prozent nach unten
- Der Technologieindex Nasdaq 100 stürzte sogar um 5,4 Prozent ab
- Zu den größten Verlierern des Tages zählten die Technologieriesen Apple (-9,25 Prozent), Amazon und Meta (jeweils -8,9 Prozent)
Trotz des Desasters jubelte Trump über seine höchst umstrittene Maßnahme. Ganz unbeeindruckt kommentierte er trotz der Börsen-Reaktionen: „Die Märkte werden boomen, die Aktien werden boomen, das Land wird boomen.“ Auf seiner Plattform Truth Social behauptete er: „Die Operation ist vorbei! Der Patient lebt und ist auf dem Weg der Besserung. Die Prognose lautet, dass der Patient viel stärker, größer, besser und widerstandsfähiger sein wird als je zuvor.“
Trump wird von Wirtschaftsexperten zerlegt
Ökonomie-Experten sind weitaus weniger optimistisch. Die Befürchtung einer „Trumpcession“, also einer durch Trump ausgelösten Wirtschaftskrise und Rezession in den USA und global, wird größer. Es scheint aktuell so, als würge der US-Präsident die Wirtschaft regelrecht ab.
So nimmt auch der deutsche Ökonom und Autor Maurice Höfgen die Trump-Maßnahmen auf X auseinander. Trump will mit seinen Zöllen die Produktion zurück in die USA holen und setzt auf neue Fabriken und Industriejobs. Doch Höfgen fragt sich: „Die USA hat 4 Prozent Arbeitslosigkeit. Wer soll also das ganze Zeug in den USA produzieren, das die USA heute noch von anderen Ländern einkauft und das Trump mit Zöllen belegt?“
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Er habe Trump nie für intelligent gehalten, „aber die Zölle sind schon besonders dumm“, so Höfgen. Der US-Präsident übersehe, dass die Welt einen Exportüberschuss brauche, weil sie in US-Dollar sparen will. Er säge am Status der Weltleitwährung.
Trumps Zollpolitik sei so „als würde man im Supermarkt höhere Preise zahlen wollen, damit es sich lohnt, das Gemüse im eigenen Garten anzubauen“.